11.2.11

Die Krise des Lektorats

Dass viele Verlage in Deutschland seit Jahren gern am Lektorat sparen, ist bekannt. Lektorate werden "outgesourced", d. h. an Freelancer vergeben, die oftmals so schlecht bezahlt werden, dass sie die Sorgfalt und Genauigkeit, die man früher mit dem Begriff "Lektorat" verband, nicht mehr walten lassen können oder wollen. Auch von vielen Lektoren, die noch in Festanstellung in Verlagen arbeiten, hört man vom Kostendruck, unter dem die Qualität der Bücher letztlich leidet. Sorgfalt und Genauigkeit (ich weiß, ich wiederhole mich) kosten Zeit, Zeit ist (scheinbar) Geld, und Geld gibt die Verlagsleitung ungern aus.
Und das ist nicht nur hier so. Das ist anscheinend überall so, wie ich einem ganz ausgezeichneten Artikel aus dem "Guardian" entnehmen muss.

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