13.10.10

Die Single zum Lesen

Gestern wundere ich mich noch, dass die Innovationen derzeit beinahe ausschließlich vom Buchhandel und nicht von den Verlagen kommen, da schiebt amazon heute schon etwas nach. Beim autorenexpress lese ich, dass man Autoren für kurze Formate (bis 30.000 Zeichen) sucht,  die dann für den hauseigenen e-book-Reader Kindle angeboten werden sollen.
Gewisse Zweifel sind sicherlich angebracht (Will amazon wirklich alle angebotenen Texte veröffentlichen? Wie soll das Marketing funktionieren? Wie wird der Leser auf Angebote aufmerksam gemacht, die sich tatsächlich lohnen?), aber wieder ist es ein Buchhandelsunternehmen, das frischen Wind in die Szene pustet und möglicherweise den Startschuss zur Wiederbelebung literarischer Gattungen wie der Novelle gibt.
Ich bin schon gespannt auf die nächsten neuen oder wiederbelebten Ideen. Eine davon wird - ich schrieb's schon letztes Jahr einmal - mit Sicherheit der Fortsetzungsroman sein, ein Format, für dass das e-book geschaffen wurde. Eine spannende Geschichte, in Kapitel mit Clifferhanger-Ende eingeteilt und wochenweise zu einem Preis veröffentlicht, den der Leser im Portemonnaie nicht merkt, der sich jedoch am Ende der Story zu einem für Autor, Verlag und Vertrieb profitablen e-book-Preis addiert hat... Ja, wie soll das denn nicht funktionieren?



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