25.8.10

Verirren geht auch nicht mehr

Vor ein paar Jahren (Herrgott,wie die Zeit vergeht) veröffentlichte ich hier einen kleinen Beitrag darüber, wie der technische Fortschritt das Erzählen verändert hat. Insbesondere das Mobiltelefon hat die Dramaturgie zahlreicher klassischer Story-Strukturen und Plots nachhaltig verändert.
Mit den mittlerweile flächendeckend eingeführten Navigationsgeräten bzw. den Handys, mit denen man Google Maps u.ä. empfangen kann, haben wir die nächste plot-technische  Veränderung erreicht: in einem zeitgenössischen Stoff muss man mittlerweile ganz schöne Klimmzüge machen, damit sich eine Figur verirren kann.
Andererseits bietet dieses GPS-Zeugs natürlich auch erzählerische Chancen: ein Ausfall der GPS-Satelliten könnte ein ganzes Land ins Chaos stürzen. Schöne Idee für einen Katastrophen-Thriller.

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