31.5.10

Lena für Autoren

Nach unziemlich langer Zeit melde ich mich hier wieder zu Wort, sorry für die Lange Funkstille, aber die Auftragslage war/ist so gut, dass ich vor lauter Schreiben nicht zum Schreiben über Schreiben komme.
Und da der Autor dem Leser geben sollte, was der Leser haben möchte, stelle ich mich an einen Eisenbahnknotenpunkt und springe auf alle fahrenden Züge auf und sag was zu Lena Meyer-Landrut bzw. zu dem, was Menschen, die Texte schreiben, von ihr lernen können.
Wenn man sich die Artikel und Kommentare zu Ihrem ESC-Sieg durchliest, findet man einen gemeinsamen Nenner: Sie scheint diesen Wettbewerb gewonnen zu haben, weil sie authentisch war.
Was letztlich eine Binsenweisheit (nicht nur) über Pop-Musik ist. Authentizität ist hier wichtiger als Musikalität, Originalität oder handwerkliches Geschick. Wenn das Publikum dir glaubt, dann mag es dich.
So einfach kann die Welt sein, und zwar auch die schreibende. Ein Text - auch ein erfundener - muss zu allerersteinmal authentisch sein, um beim Leser zu punkten zu können. Ein Autor muss wissen, wovon er schreibt, er muss die Dinge kennen, die er beschreibt.
Viele erfolgreiche Autoren z.B. statten ihre Protagonisten mit ihren eigenen Eigenschaften und Vorlieben aus: James Bond bestellte in Lokalen grundsätzlich das, was Ian Fleming auch bestellt hätte, er verwendete das gleiche After Shave, hatte einen ähnlichen gesellschaftlichen Hintergrund... nicht zuletzt deshalb wirkte der literarische Bond - trotz gelgentlich hanebüchener Plots - so echt, so authentisch.
"Schreiben Sie über das, was Sie kennen!" - eine Maxime, die jeder kennt und die wenige beherzigen. Wie wichtig sie ist, hat uns Lena gezeigt.