23.12.10

Keine Vorleser mehr

Das ZDF hat seine Literatursendung "Die Vorleser" mit sofortiger Wirkung eingestellt. Normalerweise müsste ich als lesender und erzählender Mensch jetzt auf die Barrikaden steigen, Zeter und Mordio schreien und den Untergang des Abendlandes ausrufen. Ich tu es aber nicht.
Ich will nicht sagen, dass es ein Segen ist, dass diese Sendung abgesetzt wurde, aber... es wäre vielleicht ein guter Schachzug, Menschen vor die Kamera zu setzen, die sich mit Leidenschaft für oder gegen das ein oder andere Buch engagieren. Diese zwei Faktoren waren es m. E., die den Erfolg des "Literarischen Quartetts" ausgemacht haben (nicht Reich-Ranickis sinnfreies Geboller): die Leidenschaft und die offen ausgetragene Kontroverse um ein Buch.
Leidenschaft konnte auch Elke Heidenreich liefern, aber schon da mangelte es an der Kontroverse: sie konnte (und wollte) ja nicht mit sich selbst streiten. Das ist es aber, was ich als Fernsehzuschauer sehen und als Bücherleser lesen will: Konflikte, wie immer. Wenn es kein Konflikt ist, braucht man nicht davon zu erzählen, Eiapopeia ist langweilig, Streit ist spannend.
Und Gestalten wie Amelie Fried und der Typ von der Zeit, dessen Namen (Ijoma Mangold) ich immer nachschlagen muss, die freundlich in die Kamera gucken und säuselnd Leseempfehlungen aussprechen, wer braucht die denn? Das hör ich mir an, gucke genervt und hab das Zeugs, was sie mir aufdrängen wollen, schon auf dem Weg in die Buchhandlung vergessen, wo ich mir einen Schwung Thriller hole, in denen die Post abgeht.
Das ZDF ist - wie man hört - auf der Suche nach einem neuen Format und einer neuen Besetzung für eine Literatursendung. Ich will nicht sagen, dass Bruce Darnell das machen soll, aber ein bißchen Drama wäre nicht schlecht, Baby!

18.12.10

Drei Anmerkungen zur Adaptierei in deutschen Theatern

Auf SpOn lese ich den Vorbericht zu einer Berliner Theaterpremiere: "Früchte des Zorns" nach dem Romanvon John Steinbeck, bearbeitet von Armin Petras. Roman-Adaptionen sind derzeit groß in Mode an deutschsprachigen Bühnen, und das hat einen simplen Grund: die sind mit Textmarker und Filzstift relativ schnelr hergestellt, und der Bearbeiter dieser Fassung kann - zusätzlich zum Intendanten-, Regie- oder Dramaturgengehalt - noch eine nette Tantieme einstreichen. Mit der Klärung dieses Sachverhalts könnte man die Thematik eigentlich ad acta legen, trotzdem reizt es mich, drei kurze, spontane Anmerkungen zur Problematik zu machen.

  1.  Derartige Bearbeitungen sind in 99% der Fälle kompletter Schwachsinn. Schriftsteller, die ihr Metier beherrschen, verstehen vom Handwerk des Geschichtenerzählen meistens wesentlich mehr als Regisseure oder Dramaturgen.. Sie haben sich vorher ziemlich genau überlegt, warum sie diesen oder jenen Stoff eben als Roman und nicht als Drehbuch, Theaterstück, Hörspiel oder wasweißichdenn realisiert haben. Eine derartige Bearbeitung läuft also fast immer den ursprünglichen Intentionen des Autors entgegen. Einige Theatermacher und -kritiker bezeichnen das gern als "spannend". Mir fallen andere Worte ein.
  2. Laut SpOn fand Petras es am schwierigsten, sich zu entscheiden, "welche Figuren nimmt man sich raus, welche Geschichten sind die wichtigen". Nun ja, das war ja zu erwarten. Gute Romane unterscheiden sich von schlechten Romanen u a. dadurch, dass es in ihnen keine unwichtigen Figuren und/oder Nebenhandlungen gibt. 
  3. Am Schluss des Artikels zitiert SpOn noch einmal Petras: "Man muss eine Idee haben, wie man den Stoff umformatieren kann in ein anderes Medium." und meint abschließend "Dann kann auch John Steinbeck zu einem Autor des 21. Jahrhunderts werden." Äh, ja. Ist das wirklich erstrebenswert?

13.12.10

Erweitertes Lesen?

Noch bevor das E-Book sich in seiner bisherigen Form eine signifikante Marktposition erobert hat, wird bereits eifrig über seine Zukunft spekuliert und diskutiert. Erweiterte oder "enriched" E-Books werden vorgestellt, Bücher, die mit allerlei Multimedia-Gedöns aufgebohrt werden und sich trefflich (und teuer!) als "Bücher der Zukunft" vermarkten lassen.
Ich bin da komplett anderer Ansicht, weil sich nämlich das Lesen an sich und die Faszination dieser wunderbaren Beschäftigung nicht verändern wird. Wenn ich ein Buch lese, dann tauche ich - im besten Falle - in eine neue Welt ein, die zu Teilen vom Autor geschaffen wurde und zu Teilen in meiner Fantasie entsteht. Wenn mich die Handlung eines Buchs fesselt, dann will ich bei der Stange bleiben, dann will ich in meinem Rhythmus das Buch weiterlesen, bis Autor und ich der Meinung sind, nun sei's genug.
Beispiel gefällig? Eins meiner prägenden frühen Leseerlebnisse war "Der Geist des Llano Estacado", eine prachtvolle Karl-May-Räuber-Pistole (im Band "Unter Geiern"), in der Winnetou und Old Shatterhand eine Bande unschädlich machen, die Reisende in eine Wüste locken, um sie dort auszuplündern. Die dort von May beschriebene Wüste, die "Palisaded Plains" gibt es wirklich, also könnte man hier doch wunderbar mit einem aufgebohrten E-Book ansetzen, Fotos dieser Wüste einbauen, ein kleines Video, Wikipedia-Auszüge...
Ich würd's nicht anschauen wollen. Ich würde sturheil den Mayschen Text weiterlesen, kein Interesse an Erweiterungen oder Zusatzinformationen, ich will, dass das Kino in meinem Kopf weitergeht, und dafür wird der Lesefluss besser nicht unterbrochen.
Diesen ganzen Versuchen liegt ein Missverständnis zugrunde: Dass das Lesen an sich sich ändern muss, nur weil man plötzlich nicht mehr auf Papier sondern auf einem Display liest. Das muss es aber nicht, das Lesen ist ganz prima so, wie es ist. Der Leser braucht keine Erweiterungen, keine Bells and Whistles, er braucht spannende, neue Geschichten. Das Lesen ist viel zeitloser als manche Marketing-Menschen denken. Auch wenn es jetzt elektrifiziert wird.

2.12.10

In eigener Sache: Männer unter sich

Gestern ist “Männer unter sich - Die Kunst ein Kerl zu sein” online gegangen, ein Blog-Projekt zu Männer-Themen. Ich schreibe, trage die redaktionelle Verantwortung und sorge hoffentlich für ein wenig politische Unkorrektheit. Ich bitte um Aufmerksamkeit und freue mich auf aufregende Debatten.

30.11.10

Dem Kommissar geht's schlecht...

Ich kann die Begeisterung vieler Journalisten um den Jubiläumstatort mit Ulrich Tukur nicht teilen, im Gegenteil, ich fand's ziemlich fürchterlich (auch wenn die Quote gut war), zumindestens die ersten 45 Minuten, ab dann hab ich nicht mehr hingeguckt und einen "richtigen" Krimi gelesen.
Ein "richtiger" Krimi ist übrigens einer - das vergisst man angesichts der meisten Tatorte gern - einer, in dem es um ein Verbrechen geht, das von einem Ermittler aufgeklärt wird. Nicht um die zerrüttete Familie des Ermittlers, nicht um ein dunkles Geheimnis in seiner Vergangenheit, nicht um seinen Gehirntumor, nein, das gute, alte, pure Räuber-und-Gendarm-Spiel. Das kann nämlich auch sehr spannend sein, für mich zumindest spannender als das Gestocher im trüben RAF-Nebel vom letzten Sonntag.
Warum müssen eigentlich gefühlte 80 Prozent aller neuen Fernsehermittler so heftig wallandern, also die Hälfte der Zeit ganz heftig an sich selbst und der schlimmen Gesellschaft leiden, so dass sie in schwerste Verdrückung kommen, den Fall noch zu lösen, bevor Anne Will mit ihrer Krawall-Runde kommt? Warum gönnt man uns nicht einfach mal einen coolen Polizei-Profi, der in seiner Arbeit aufgeht, sich auf seinen kriminalistischen Job konzentriert und nach erledigter Arbeit nach Hause geht?
Und wenn's dem Kommissar - aus Trendgründen oder warum auch immer - trotzdem schlecht gehen soll: man könnte sich z. B. die hervorragenden Kriminalromane von Stuart McBride um den Aberdeener Kriminalpolizisten Logan MacRae zum Vorbild nehmen. In Aberdeen regnet's auch dauernd, MacRae ist die halbe Zeit verkatert, Ständig in desaströse Frauengeschichten verstrickt, seine Vorgesetzten sind dem Kuriositätenkabinett entsprungen, aber die Bücher beginnen damit, dass ein ekelhafets Verbrechen geschieht, und dann fängt MacRae an, den Täter zu suchen und lässt 500 Seiten nicht nach, bis er ihn hat, und das ist sehr gut so, denn es ist verdammt spannend. Was mir als Krimi-Fan ja durchaus gefällt.
Ich weiß, der Vorschlag klingt jetzt sehr kühn, aber könnte man nicht auch mal "Verbrechensaufklärung" als Thema für einen Tatort ausprobieren?

24.11.10

Wer braucht Papier?

Ich hab ja schon vor geraumer Zeit begonnen, über die schleppende Entwicklung auf dem deutschen e-book-Markt zu meckern. Endlich ist Bewegung in die Sache gekommen, ich habe nämlich von der großzügigen Verwandschaft zum letzten Geburtstag einen e-book-Reader geschenkt bekommen und lese jetzt seit ca. 3 Wochen (auch) elektrisch. Zeit für ein erstes Fazit.
Niemand braucht Papier. Das Lesen auf so einem Elektrodings ist wesentlich angenehmer und müheloser als das Lesen eines auf Papier gedruckten Buchs. Ich bin in sechs Tagen durch Ken Follett's Neuesten (Sturz der Titanen, hinreißende Sozial-Schmonzette) förmlich geflogen, es war die reine Freude, eine Tausend-Seiten-Schwarte lesen zu können und dabei ganz bequem auf de Rücken (!) liegen zu können. Wunderbar.
Schon nach wenigen Seiten (oder wie nennt man das beim e-book? "Umblättervorgang?") hatte ich übrigens vollkommen vergessen, dass ich ein e-book las. Wie ich bei spannenden Bücher auch regelmäßig vergessen habe, dass ich ein gedrucktes Buch gelesen habe. Was zählt, ist die Geschichte, und wenn die Geschichte den Lesevorgang diktiert, erkt an nicht, ob man auf Papier liest oder auf eine Bildschirm, es ist egal, ob man Papier blättert oder einen Knopf drückt, man liest eine Geschichte. Punkt.
Seit ich's ausprobiert habe, ist für mich klar: das e-book wird das auf Papier gedruckte Buch schneller ablösen, als die meisten Menschen denken. Das können selbst die deutschen Verlage mit ihrer Schlafmützigkeit nicht verhindern. Das e-book kommt mit Urgewalt, ich werde aber noch eine Weile Gelegenheit zum Meckern haben.

7.11.10

Im Angesicht des Verbrechens - ein Quotenflop

"Im Angesicht des Verbrechens" ist meiner bescheidenen Meinung nach eine der besten Serien, die je in Deutschland produziert wurde. Trotzdem scheinen nur - relativ - wenige Menschen diese Serie sehen zu wollen. Nur jeweils zwei Millionen haben sich die ersten Folgen angeschaut, bei der ARD hat man - wie man liest - mit doppelt so viel Zuschauern gerechnet.
Ich jedenfalls habe schon eine bestimmte Sorte Redakteur/Dramaturg im Ohr: "Das war doch klar, dass das nicht läuft. Viel zu kompliziert, viel zu anspruchsvoll, das wollen die Zuschauer nicht. Klare, einfach strukturierte Geschichten, überschaubar, ohne Überraschungen, was anderes kommt in Deutschland nicht an."
Was natürlich Quatsch ist. Selbstverständlich gibt es hierzulande ein großes Publikum für moderne, komplex erzählte Geschichten. Bei "Im Angesichts des Verbrechens" hat die ARD m. E. das eigene Produkt durch die Auswahl des Sendeplatzes massiv beschädigt. Man strahlt die Serie am Freitag abend ab 21 Uhr 45 aus, auf einem Programmplatz, an dem normalerweise Tatort-Wiederholungen laufen, die tatsächlich i. d. R. doppelt so viel Zuschauer ziehen wie die Mafia-Saga. Und hier liegt auch der Hase im Pfeffer: das potenzielle Publikum für eine Serie wie "Im Angesicht des Verbrechens" erwartet auf diesem Sendeplatz nichts, was interessant sein könnte, bzw. hat den Freitag Abend für andere Aktivitäten reserviert, weil "da sowieso nur die ollen Tatorte kommen". Und die eingefleischten Tatort-Fans, die sich freitags vor die Glotze hocken, um zum xten Mal Manfred Krug und Charles Brauer singen zu hören, haben mit der düsteren Atmosphäre von "Im Angesicht des Verbrechens" vermutlich so wenig am Hut, dass sie verstört wegzappen.
Verdammt schade um die Serie. Bleibt nur die Hoffnung, dass die Quoten sich dank Mundreklame dramatisch verbessern. Und/oder dass die DVD-Verkäufe einigermaßen respektabel ausfallen. Damit das große Publikum für anspruchsvolle Unterhaltung, dass es in Deutschland gibt, nicht von den üblichen Sprücheklopfern in den Redaktionen weggeredet werden kann.

22.10.10

Ein Muss: Im Angesicht des Verbrechens


Ab heute Abend läuft in der ARD ein echter Meilenstein in Sachen Gangster-Epos: Der Zehn-Teiler "Im Angesichts des Verbrechens". Wer irgendwie mit dem Schreiben von Drehbüchern, Krimis... ach, was, jeder, der sich für spannend erzählte Geschichten interessiert, sollte keine Minute der zehn Folgen verpassen.
In der Vorab-Promotion wird - wie immer - zuerst die Leistung des Regisseurs, Dominik Graf, herausgestellt. Doch wie heißt es so schön? Der Buchautor macht den Film als Erster.
Der erste, der "Im Angesicht des Verbrechens gemacht hat, ist Rolf Basedow, und er hat einen herausragenden Job gemacht. Uneingeschränkte Bewunderung. Hier ist ein Interview mit Basedow.

14.10.10

Einladung zur Buchparty für "Taj Mahal und Currysauce"

Unser Autor Meinhard Schröder hat ein neues Buch herausgebracht: "Taj Mahal und Currysauce", einen  spannenden und witzigen Reisebericht aus Indien.  Meinhard Schröder verbindet Erwartungen und Klischees, wirft einen kritischen Blick aufs Wesentliche und kombiniert all dies mit unbändiger Neugier und brillanter Erzählkunst. Zwischen Taj Mahal und Currysauce ist eine facettenreiche, humorvolle Erzählung entstanden, die er seinen Lesern mit ironischem Augenzwinkern serviert.
Ein kurzer Ausschnitt:
Auf dem Weg zurück durch die Gartenanlage überwältigt mich ein magisches Gefühl, als ich noch einmal auf das Marmor-Mausoleum zurckblicke. Ich falle vor Xenia auf die Knie, ergreife ihre Hand und stammele: „Willst du meine Mumtaz Mahal werden?“
Xenia kreischt auf: „Du machst mir einen Heiratsantrag? Hier, an dieser heiligen Stätte der Liebe?“
Noch ehe sie antwortet, drückt sie einem Inder ihre Kamera in die Hand und bittet ihn, meinen Kniefall festzuhalten.
„Schade, dass ich deinen Antrag nicht auf einer Tonspur dokumentieren kann; du könntest es dir es ja noch anders überlegen. – Übrigens …“, sie sieht mich plötzlich sehr ernst an, „… du musst dich jetzt von allen anderen Frauen lossagen. Wir leben nicht mehr in der Zeit Shah Jahans.“
Als wir die Anlage verlassen, schwindet die magische Wirkung.
„Wie komme ich da wieder raus?“, frage ich mich besorgt.
 Wer dabei sein möchte, wenn Meinhard Schröder sein neues Buch aus der Taufe hebt, der komme am Sonnabend, den 16. Oktober nachmittags um 16 Uhr ins Restaurant "Masala", Friedbergstr. 38, 14057 Berlin. Zur Begrüßung gibt's ein Gläschen Mango-Sekt, Schröder wird aus seine Buch lesen, Fragen beantworten, Bücher signieren und ein kleines Gewinnspiel gibt es auch. Der Eintritt ist selbstverständlich frei. Viel Spaß!

13.10.10

Der Spielraum der Wahrheit

"Ich bin Dichter. Ich gebe der Wahrheit Spielraum."
Ein wunderschöner Satz aus "Ritter aus Leidenschaft".

Die Single zum Lesen

Gestern wundere ich mich noch, dass die Innovationen derzeit beinahe ausschließlich vom Buchhandel und nicht von den Verlagen kommen, da schiebt amazon heute schon etwas nach. Beim autorenexpress lese ich, dass man Autoren für kurze Formate (bis 30.000 Zeichen) sucht,  die dann für den hauseigenen e-book-Reader Kindle angeboten werden sollen.
Gewisse Zweifel sind sicherlich angebracht (Will amazon wirklich alle angebotenen Texte veröffentlichen? Wie soll das Marketing funktionieren? Wie wird der Leser auf Angebote aufmerksam gemacht, die sich tatsächlich lohnen?), aber wieder ist es ein Buchhandelsunternehmen, das frischen Wind in die Szene pustet und möglicherweise den Startschuss zur Wiederbelebung literarischer Gattungen wie der Novelle gibt.
Ich bin schon gespannt auf die nächsten neuen oder wiederbelebten Ideen. Eine davon wird - ich schrieb's schon letztes Jahr einmal - mit Sicherheit der Fortsetzungsroman sein, ein Format, für dass das e-book geschaffen wurde. Eine spannende Geschichte, in Kapitel mit Clifferhanger-Ende eingeteilt und wochenweise zu einem Preis veröffentlicht, den der Leser im Portemonnaie nicht merkt, der sich jedoch am Ende der Story zu einem für Autor, Verlag und Vertrieb profitablen e-book-Preis addiert hat... Ja, wie soll das denn nicht funktionieren?



12.10.10

Die Zukunft und das Ende

In den USA bietet der Buchhandelsriese Barnes & Noble Autoren, die e-books veröffentlichen möchten, Pubit! an. Pubit! ist ein extrem einfach zu bedienender, kostenloser Dienst: Der Autor lädt Buchblock und Covergrafik hoch, legt einen sogenannten Listenpreis fest, von dem er dann bei Verkäufen 65% als Tantieme erhält, fertig. Barnes & Noble wandelt die Daten in die entsprechenden e-book-Formate um, legt einen Endverkaufspreis fest, organisiert den elektronischen Vertrieb und rechnet ab. 
Damit wird sicherlich nicht die Schöne Neue Autorenwelt eingeläutet, denn Leser und Käufer muss der Autor für sein e-book erst noch finden, was ohne Verlags- und Marketingwerkzeuge kein leichtes Unterfangen sein dürfte, aber für klassische Zuschussverlage und Book-on-Demand-Anbieter werden Dienste wie Pubit! zum Riesenproblem, wenn das e-book sich in ein paar Jahren durchgesetzt hat. Denn wegen Pubit! können sie ihr Geschäftsmodell nicht einfach 1:1 in den elektronischen Bereich übertragen. Das wird schwer werden, auch in diesen Segmenten bahnt sich eine Zeitenwende an.
Was mir auffällt: Pubit! ist eine weitere Innovation, die aus dem Buchhandel kommt. Verlage und verlagsähnliche Dienstleister scheinen den Anschluss zu verpassen.

7.10.10

LLosa

Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an Mario Vargas Llosa. Auch wenn man sie wieder einmal Philip Roth übergangen haben (ich weiß, ich wiederhole mich), kann man die Stockholmer für diese Entscheidung überhaupt nicht anmeckern. Gut gemacht. Und nächstes Jahr dann endlich Roth, ja?

6.10.10

Der Pitch für "The Wire"

Nachdem ich vorgestern erst auf ein Interview mit David Simon hingewiesen habe, gibt es schon wieder etwas Neues vom Autor der Serie "The Wire": seinen ursprünglichen Pitch, mit dem er die Serie an den Kabelsender HBO verkauft hat, kann man als PDF nachlesen.
78 Seiten, die Handlung der ersten Staffel inkl. erster Dialoge... hochinteressant.

5.10.10

Gefährlicher Witz

Eine der effektivsten Waffen gegen Diktaturen ist der Witz. Er macht die Herrschenden lächerlich und - oftmals unterschätzt - Witze regen zum Denken, zum Nachdenken an. Gerade deswegen haben es unangepasste Komiker in Diktaturen nicht leicht, wie z. B. Zargarnar aus Burma, der für einen seiner respektlosen Witze zu 59 Jahren verhaftet wurde.
Rex Bloomstein hat - unter Mitwirkung von Michael Mittermeier - einen Film über Zargarnar gedreht. Hier der Trailer:

This Prison Where I Live · Trailer from Robin Haefs on Vimeo.

Mehr über Zarganar und den Film hier.

4.10.10

Die Zukunft des Fernsehens: Eine Leihbibilothek

Heute steht ein äußerst lesenswertes Interview mit David Simon, dem Autor der atemberaubenden TV-Serie "The Wire" in der FAZ. Daraus ein Zitat, für dass ich Simon stundenlang anbeten könnte:

Und Sie wollen Sachen wie „The Wire“? Das ist ganz einfach. Dann müssen Sie alle Macht dem Autor geben... wenn man eine gute Geschichte garantieren will mit Anfang, Mitte und Ende: Diese Jobbeschreibung passt nur auf den Autor. Nicht auf den Regisseur, den Produzenten, den Schauspieler, nicht auf den Typ, der die Schecks unterschreibt. Es ist der Autor.

27.9.10

Aus Follett's Werkstatt

Ganz, ganz tolles Interview mit Ken Follett in der Welt am Sonntag, von dem auch der Nochnicht-Bestsellerautor profitieren kann. Insbesondere die "elf eisernen Regeln" gehören hinter den Spiegel eines jeden Autors gesteckt. Besonders erwähnt werden soll Regel 6: 
Schriftsteller sind keine gesegneten Stenografen, die ein göttliches Diktat empfangen. Deshalb musst du so lange recherchieren, bis du mit dem Stoff vertraut bist, intim wie Haut auf Haut.
Erstens predige ich das auch immer (Follett gibt mir recht!) und zweitens beschreibt er ziemlich anschaulich, wie intensiv er selber für seine Bücher recherchiert. Okay, kaum ein Autor hat die finanziellen Mittel Follett's zur Verfügung und kann sich Rechercheure mit 1.000 Dollar Tagesgage leisten oder mal kurz zwanzig Historiker antanzen lassen, um ein Manuskript zu checken, trotzdem war Recherchieren noch nie so einfach (Google Earth! Benutzt auch Follett!) und so preiswert wie heute. Nach wie vor erstaunlich, wie wenig viele Menschen, die Autor werden wollen, recherchieren.

23.9.10

Geht's noch, Renate? Noch alles frisch, Antje?

Ich kann nicht sagen, dass ich Kurt Westergaard für einen brillanten Karikaturisten halte. Dazu sind mir die Zeichnungen, die ich von ihm kenne, ein bisschen zu grobschlächtig, ein bisschen zu eindeutig, aber das ist wurschtegal, ich bewundere diesen Mann, für den das Wort "unbeugsam" hätte erfunden werden müssen, wenn es das nicht schon gegeben hätte. Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Freiheit der Kunst... dafür steht Kurt Westergaard ein, und sein Name ist mittlerweile ein Synonym für diese Tugenden. Wer "Freiheit" sagt, meint Kurt Westergaard. Punkt. Keine Diskussion.
Auch Frau Merkel halte ich durchaus nicht für eine brillante Kanzlerin. Eher  im Gegenteil. Aber die Worte, die sie fand, als sie bei der Verleihung eines Preises für Westergaard sprach, die... haben mir keine Bewunderung abgenötigt, nein, die waren eigentlich viel zu selbstverständlich für Bewunderung, aber ich habe "Gut gemacht, Frau Merkel!" gedacht, als ich gelesen habe, was sie gesagt hat. Was ich nicht allzu oft gedacht habe, seit sie Kanzlerin ist, aber das nur nebenbei.
Ganz andere Dinge denke ich hingegen, wenn ich lese, was Renate Künast zu Frau Merkels Worten zu sagen hat: 
Auf Skepsis stößt Merkels Auftritt auch bei den Grünen. "Ich hätte es nicht gemacht", sagte Bundesfraktionschefin Renate Künast am Rand der Grünen-Fraktionsklausur in Mainz. Zwar herrsche Meinungsfreiheit auch in der Karikatur. "Aber wenn eine Bundeskanzlerin auch noch eine Rede dazu hält, verschärft sie den Ton."
Der Beitrag von Antje Vollmer zum gleichen Thema treibt meinen Blutdruck ebenfalls in die Höhe:
"Ich halte es für unklug. Für eine Staatsfrau halte ich es für sehr unklug"
Liebe Antje, liebe Renate, diese von einem für mich unfassbaren Opportunismus befeuerte Ahnungslosigkeit, mit der ihr einen jahrhundertelangen Kampf für etwas, das sich seinerzeit "Aufklärung" nannte, wegwischt, um nur ja nicht bei irgendwelchen islamistischen Hinterwäldlern anzuecken... 
Kurz und knapp: ihr seid für Menschen, die mit Worten, Gedanken und Öffentlichkeit umgehen und auch ansonsten ihre fünf Sinne beisammen haben, nicht mehr wählbar. Das einzig Positive, was ich dem Quatsch, den ihr in diesem Zusammenhang erzählt, abgewinnen kann, ist: Mir ist dabei soviel Galle hochgekommen, dass ich nicht mehr Kotzen kann. Ist doch auch ein Erfolg.

25.8.10

Verirren geht auch nicht mehr

Vor ein paar Jahren (Herrgott,wie die Zeit vergeht) veröffentlichte ich hier einen kleinen Beitrag darüber, wie der technische Fortschritt das Erzählen verändert hat. Insbesondere das Mobiltelefon hat die Dramaturgie zahlreicher klassischer Story-Strukturen und Plots nachhaltig verändert.
Mit den mittlerweile flächendeckend eingeführten Navigationsgeräten bzw. den Handys, mit denen man Google Maps u.ä. empfangen kann, haben wir die nächste plot-technische  Veränderung erreicht: in einem zeitgenössischen Stoff muss man mittlerweile ganz schöne Klimmzüge machen, damit sich eine Figur verirren kann.
Andererseits bietet dieses GPS-Zeugs natürlich auch erzählerische Chancen: ein Ausfall der GPS-Satelliten könnte ein ganzes Land ins Chaos stürzen. Schöne Idee für einen Katastrophen-Thriller.

Wirklich "Die Wand"?

Welche deutschen (besser gesagt) deutschsprachigen Bücher sind im Ausland am beliebtesten? Das wollte das Goethe-Institut wissen und fragte Menschen in aller Welt nach ihren Lieblingsbüchern. Unter anderem auf Welt Online kann man das Ergebnis nachlesen.
Wirklich überraschend ist das zunächst nicht, auf den vorderen Plätzen tummeln sich die üblichen Verdächtigen: Thomas Mann, Michael Ende, Bernhard Schlink, Goethe mit dem Faust... Auf Platz 8 allerdings findet Man Marlen Haushofers Roman "Die Wand". Nichts gegen dieses Buch, aber ob es wirklich zu den weltweit beliebtesten gehört? Wenn ich in aller Eile richtig recherchiert habe, liegt die letzte Auflage diese Buchs in den USA 11 Jahre zurück, bei Amazon-USA ist es nur über andere Anbieter erhältlich... Nuja, da werden die Haushofer-Fans wohl ein  bißchen nachgeholfen haben, Schwamm drüber.
Wirklich ärgerlich jedoch: einige Leser-Kommentare zum Artikel in der Welt. Stolz auf das eigene Banausentum sollte sich eigentlich mit der 50er-Jahre-Wirtschaftswunder-Komödie erledigt haben.

7.6.10

Schreib-Tipp: Blick zurück nach vorn

Vielleicht eine Binsenweisheit, aber eine, an die man gar nicht oft genug erinnern kann: Jeder Schreiber hasst es, plötzlich steckenzubleiben. Man hämmert fröhlich auf die Tastatur ein, die Dinge sind im Fluß, ein Ereignis reiht sich ans andere und plötzlich kreischen die Bremsen, es macht "Rums!", nichts geht mehr. Der fahrende Erzähl-Zug steht, und irgendwie kriegt man ihn nicht mehr in Gang. Man kommt noch nicht einmal mehr millimeterweise vorwärts, und das kann einem jederzeit passieren: beim Plotten, beim Exposé-Schreiben, bei der Rohfassung.
Und die Ursache ist immer eine ähnliche: sie liegt ein, zwei, drei Schritte zurück. Im vorletzten Absatz, auf der vorletzten Seite oder im vorletzten Kapitel - irgendwo dort hat man die Ursache für den Stillstand eingebaut. Und erst wenn man diese Ursache beseitigt hat, geht's weiter.
Deshalb: Wenn's nicht weitergeht, niemals an der eigenen Kreativität zweifeln, sondern sofort zurückblättern, die Ursache für den Erzählstau suchen und beseitigen.

31.5.10

Lena für Autoren

Nach unziemlich langer Zeit melde ich mich hier wieder zu Wort, sorry für die Lange Funkstille, aber die Auftragslage war/ist so gut, dass ich vor lauter Schreiben nicht zum Schreiben über Schreiben komme.
Und da der Autor dem Leser geben sollte, was der Leser haben möchte, stelle ich mich an einen Eisenbahnknotenpunkt und springe auf alle fahrenden Züge auf und sag was zu Lena Meyer-Landrut bzw. zu dem, was Menschen, die Texte schreiben, von ihr lernen können.
Wenn man sich die Artikel und Kommentare zu Ihrem ESC-Sieg durchliest, findet man einen gemeinsamen Nenner: Sie scheint diesen Wettbewerb gewonnen zu haben, weil sie authentisch war.
Was letztlich eine Binsenweisheit (nicht nur) über Pop-Musik ist. Authentizität ist hier wichtiger als Musikalität, Originalität oder handwerkliches Geschick. Wenn das Publikum dir glaubt, dann mag es dich.
So einfach kann die Welt sein, und zwar auch die schreibende. Ein Text - auch ein erfundener - muss zu allerersteinmal authentisch sein, um beim Leser zu punkten zu können. Ein Autor muss wissen, wovon er schreibt, er muss die Dinge kennen, die er beschreibt.
Viele erfolgreiche Autoren z.B. statten ihre Protagonisten mit ihren eigenen Eigenschaften und Vorlieben aus: James Bond bestellte in Lokalen grundsätzlich das, was Ian Fleming auch bestellt hätte, er verwendete das gleiche After Shave, hatte einen ähnlichen gesellschaftlichen Hintergrund... nicht zuletzt deshalb wirkte der literarische Bond - trotz gelgentlich hanebüchener Plots - so echt, so authentisch.
"Schreiben Sie über das, was Sie kennen!" - eine Maxime, die jeder kennt und die wenige beherzigen. Wie wichtig sie ist, hat uns Lena gezeigt.

29.3.10

Battlefield Drehbuch

Was macht man, wenn man das Drehbuch für einen der größten Film-Flops aller Zeiten geschrieben hat? Man erklärt, wie es dazu kommen konnte. Witzig, sarkastisch und aufschlussreich schreibt J. D. Shapiro über sein Drehbuch zu "Battlefield Earth".

10.2.10

Wie macht man eigentlich ein Audiobook?

"So ein Audiobook ist doch schnell und preiswert gemacht!", ist ein Satz den man landauf, landab häufig hört. "Da setzt man den Autor oder - wenn der einen Sprachfehler oder so hat - einen Profi-Sprecher vor ein Mikro, der liest den Text vor, dann presst man den ganzen Sums auf CD und die schmeisst man dann auf den Markt."
Äh, ja. Theoretisch geht das wohl so, und in der Tat gibt es viele Studios, die für ganz kleines Geld genau solche Hörbücher produzieren. Die haben mit einem professionell gemachten Hörbuch aber ungefähr soviel zu tun wie eine aufgewärmte Tütensuppe mit einem Essen in einem Sterne-Restaurant. Wieviel Arbeit und Sorgfalt in einer professionellen Hörbuchproduktion steckt, kann man in diesem (englischen) Clip sehen. Und hören.

6.2.10

Dear Jerry

Mein Gott, was wäre das für ein Buch: "Briefe an J. D. Salinger" Hier ist ein wunderschöner Text von jemandem, der diese Briefe beantwortet hat.

25.1.10

Wall-Werbung

Zur Zeit schlage ich jeden Sonntag den neuen SPIEGEL auf (ja, in Berlin bekommt man ihn schon sonntags am Kiosk) und schaue als erstes auf die Bestsellerliste. Weil ich wissen will, ob ein bestimmtes Buch schon wieder NICHT drauf steht. Nicht, weil ich einem Autor oder einem Verlag den Erfolg missgönne, sondern weil gerade eine meiner Thesen aufs schönste bestätigt wird: nämlich das konventionelle Werbung für Bücher nichts bringt, bzw. nicht soviel bringt wie manche Menschen meinen.
"Wenn der Verlag richtig Werbung für mein Buch machen würde, dann würde es sich viel besser verkaufen!", ist der klassische Stoßseufzer vieler Autoren, egal ob Newcomer oder Bestsellerautor (sogar Thomas Bernhard beschwerte sich mit schöner Regelmäßigkeit bei Siegfried Unseld, dass Suhrkamp nicht genug Anzeigen für seine Bücher schalte). Die Richtigkeit dieser Ansicht stelle ich schon seit Jahren gern und lautstark in Frage, aus einem - sehr simplen - Grund: Ich selbst kaufe so gut wie nie Bücher auf Grund von Anzeigen oder Plakatwerbung. Ausnahmen sind Bücher meiner Lieblingsautoren, also wenn ich z. B. zufällig aus einer Anzeige erfahre, dass der neue Suter oder der neu Le Carré im Handel sind, dann eile ich natürlich in die nächste Buchhandlung. Doch diesen Effekt hätte der Verlag auch mit klassischer PR haben können.
Ich bleibe dabei: Beim Buch schlägt die Mundreklame jedes andere Vermarktungsmittel. Bücher sind keine Mitnahmeartikel, die der interessierte Leser wie eine neue Kaugummisorte mal eben zum Ausprobieren mitnimmt, mit einem Buch wird der Leser mehrere Stunden allein verbringen, und dementsprechend sorgfältig wählt er es aus. Und wenn ein Buch ihn nicht interessiert, dann bringt ihn kein Werbe-Etat dieser Welt dazu, es trotzdem zu kaufen.
Der Beleg für meine These (und der Grund, warum ich den SPIEGEL bei der Bestsellerliste aufschlage) ist das Buch "Aus dem Jungen wird nie was..." von Hans Wall. Eine derart massive Werbekampagne für ein Buch habe ich noch nie gesehen bzw. ich kann mich nicht daran erinnern, jemals eine solche gesehen zu haben. An beinahe jeder Berliner Bushaltestelle und Litfaßsäule wird seit einigen Wochen großflächig für dieses Buch geworben. Kein Kunststück, denn Wall ist Gründer der Wall AG, des Unternehmens, das Buswartehäuschen (ist das das korrekte Wort) und Litfaßsäulen aufstellt, wartet und deren Werbeflächen vermarktet. Den Heyne Verlag, in dem Walls Buch erschienen ist, hätte eine solch massive Werbung (ich weiß nicht, wie's in anderen Städten ausschaut) eine hohe sechs- bis siebenstellige Summe gekostet, ich gehe mal davon aus, dass Wall gratis für sein Buch wirbt, denn... refinanzieren lässt sich eine solche Werbung aus den Buchverkäufen nicht. In der SPIEGEL-Bestsellerliste taucht Wall nicht auf, bei amazon nimmt sein Buch momentan Verkaufsrang 5420 ein (letzte Woche lag es mal bei 2.500). Das dürften nicht allzuviel verkaufte Ex. pro Tag sein: fünfzig, vielleicht hundert? Genau weiß man das bei amazons Ranking-System nicht.
Nichtsdestoweniger ist das sehr respektabel für die Memoiren eines Unternehmers, der nicht regelmäßig in den Klatschspalten auftaucht, gemessen am Werbeaufwand ist es enttäuschend. Aber ein solches Ergebnis war letztlich zu erwarten. Die Memoiren eines erfolgreichen mittelständischen Unternehmens enthalten möglicherweise viele Weisheiten von beeindruckender Klarheit, massenmarkt-tauglich sind sie mit Sicherheit nicht.
Natürlich ist es die Sache von Herrn Wall, wie er für sein Buch wirbt. Es ist toll, wenn ein Autor soviel für sein Buch tut. Einem Verlag hätte eine solche Kampagne finanziell das Genick gebrochen.

19.1.10

Unwort des Jahres

Nu isses raus "betriebsratsverseucht" ist das Unwort des Jahres. Auf den Plätzen landeten "Flüchtlingsbekämpfung", "intelligente Wirksysteme" und "Bad Bank". Ausführlicher nachzulese u. a. bei SpOn.