10.9.09

Bestandsaufnahme.

Für den Tagesspiegel von heute hat Peter von Becker anläßlich des Beginns der Theatersaision eine umfang- und kenntnisreiche Bestandsaufnahme der derzeitigen Situation geschrieben.
Ich liste dann mal die Autoren auf, die von Becker in seinem gut eine Zeitungsseite langen Artikel erwähnt: Anton Tschechow, Daniel Kehlmann, Bertolt Brecht, Euripides, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich von Schiller, Elfriede Jelinek, Georg Büchner, Heiner Müller, Peter Handke, William Shakespeare. Maxim Gorki zähle ich mal nicht, da er nur als Namensgeber des Maxim-Gorki-Theaters herhalten muss. Das macht dann insgesamt 11 Autoren, von denen immerhin drei noch am Leben sind. Von diesen dreien schreibt Kehlmann gar nicht fürs Theater, Frau Jelinek erzeugt keine Theaterstücke sondern Textkonvolute, die von Schauspielern auf Bühnen interpretiert werden, aber wenigstens Peter Handke schreibt gelegentlich noch Theaterstücke. Wenn er ein Fettnäpfchen findet, in das er hineintreten kann.
Anderthalb von elf. Ah, ja. Ich finde, diese kleine Statistik sagt mehr über die derzeitige Situation des Theaters und die Sichtweise des Groß-Feuilletons als von Beckers ellenlanger Text.

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