17.8.09

Leseempfehlung: Hecht in Hollywood

Einer meiner All-Time-Lieblingsautoren ist Ben Hecht. "Ben Wer?" fragt man hierzulande häufig, denn der Autor zahlreicher klassischer Drehbücher ist hierzulande nur Kennern der Hollywood-Geschichte bzw. Benutzern der deutschen bzw. der (in diesem Falle empfohlenen) englischen Wikipedia bekannt.
Mit "A Child of the Century" hat Hecht eine der besten, gehaltvollsten, ideen- und sprachmächtigsten Autobiographien aller Zeiten geschrieben. Leider ist dieses Meisterwerk nur in einer stark gekürzten Fassung in Deutschland erschienen (in den achtziger Jahren, wenn ich mich recht entsinne). Seit einiger Zeit bemüht sich der Berenberg Verlag darum, Ben Hecht deutschen Lesern schmackhaft zu machen. 2006 erschien "Revolution im Wasserglas", eine Sammlung von Reprotagen aus dem Nachkriegsdeutschland des 1. Weltkriegs.
Und dieser Tage erscheint "Von Chicago nach Hollywood", Hechts Erinnerungen an seine Zeit als Drehbuchautor. Wenn ich richtig informiert bin, handelt es sich bei diesem Buch um eine auf Hechts Hollywood-Erlebnisse eingedampfte Kurzausgabe von "Child of the Century". Beim Perlentaucher kann man sich eine Leseprobe zu Gemüte führen. Ich lege allen Menschen, die hier vorbeikommen, Ben Hecht ans Herz. Ein grandioser Autor, ein absoluter Meister des Schreibhandwerks.

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