27.7.09

Pons.eu

Der Pons-Verlag hat heute ein Online-Wörterbuch gestartet. Die Aufregung im Blätterwald ist groß, von einem Generalangriff auf den Duden ist die Rede. Weil man bei Pons die Rechtschreibung einzelner Wörter gratis überprüfen kann (Pons hofft auf Werbe-Einnahmen), wohingegen der Duden sich die Online-Rechtschreib-Expertise bezahlen lassen will.
Von irgendwelchen Angriffen auf den Duden zu reden ist natürlich hirnrissiger Quatsch. Diese Angriffe wurden vor zwanzig Jahren gefahren, als die Softwarehäuser begannen, ihren Textverarbeitungen immer leistungsfähigere, ausbaubare Rechtschreibprüfungen beizulegen. Ob die Zahl der Menschen, die online einzelne Wörter nachschlagen, tatsächlich so groß ist, dass man mit Werbung oder Bezahl-Systemen Geld verdienen kann, weiß ich nicht. Ich selbst tue das nur in Augenblicken großer Verwirrung oder fortgeschrittener Trunkenheit.
Immerhin, wenn man doch mal schnell nachschlagen will, mit wieviel "f" sich "Schifffahrt" denn nun schreibt, kann man das Pons-Portal durchaus benutzen. Weil es ja tatsächlich nichts kostet. Außerdem findet man auf pons.eu zur Zeit eine Online-Übersetzung in diverse Sprachen (Angriff auf Google?), ein paar weitere - zum Teil noch deutlich im Beta-Stadium befindliche - Anwendungen (Bildwörterbuch, Kalender mit Sprachübungen) und ein Blog zum Thema Fehler in Sprache und Rechtschreibung.
Wenn man den heutigen Blogeintrag verlinkt, wird die Rechtschreibung des eigenen Beitrags geprüft und man kann etwas gewinnen. Aber wohl nur, wenn man unter 1000 Zeichen bleibt. Ich bin schon drüber. Mist.

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