5.6.09

Ken Follett 60

Ken Follett, der grandiose Handwerker, der den Thriller genauso perfekt schreibt wie den historischen Roman, wird heute sechzig. In der FAZ steht eine schöne Würdigung.
Wer schreibt oder sich für das Autorenhandwerk interessiert, sollte zur Feier des Tages vielleicht "Eisfieber" zur Hand nehmen. Im Prinzip müsste jeder Lektor, der sein Gehalt wirklich verdient, wie ein Aasfresser über dieses Buch herfallen: an den Haaren herbeigezogene, zufallsgesteuerte Handlung, kurioser Genre-Mix aus Thriller, Familiengeschichte, Lovestory und noch ein paar zerquetschten, zum Teil komplett unglaubwürdige "cardboard characters" (Daisy!) ... diese hanebüchene Story ist ganz eindeutig ein totgeborenes Kind!Es sei denn, ein Meister wie Follett schreibt sie, jemand, der die Regeln so gut beherrscht, dass er sie nach Belieben brechen kann. Chapeau, Mr. Follett. Und... wo bleibt das nächste Buch?

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