26.6.09

Blogroll - 2. Neuzugang: More Intelligent Life

Seit Jahrzehnten schlage ich die Zeitungen, die ich regelmäßig lese zuerst beim Feuilleton auf, denn dort steht immer das, was mich in der Zeitung am meisten interessiert: im Idealfall eine bunte, aktuelle Mischung aus den Bereichen Kultur und Artverwandtes. Was ich vom Feuilleton erwarte: Es soll mich überraschen, mir Anreize bieten, über meinen eigenen Tellerrand zu gucken und mit dem Gedanken "Das ist ja interessant!" anzufangen, Artikel über Dinge zu lesen, die mich bis dato gar nicht interessiert haben.
Diese Eigenschaft des Bunten, Vielfältigen, Überraschenden ist den Feuilletons vieler deutscher - und internationaler - Zeitungen in den letzten Jahren abhanden gekommen. Oftallzuoft finde ich im Feuilleton eine vorhersehbare Mixtur aus Rezensionen, Meinungen und Besinnungsaufsätzen, in denen Redakteure wie Brummkreisel um die eigenen, eingefahrenen Denkmuster kreiseln. Schade, denke ich dann, und wende mich den anderen Ressorts zu.
Ein Feuilleton aber ragt turmhoch über alle anderen hinaus. Das ist das programmatisch betitelte "Intelligent Life", ein vierteljährlich erscheinendes Magazin des Economist. Hier finde ich haargenau diese Mischung von Themen, die einen kulturell interessierten Menschen interessieren könnten.
Und "Intelligent Life" steht als "More Intelligent Life" im Internet. Hier werden peu á peu die Artikel der jeweils aktuellen Ausgabe veröffentlicht, hier erscheinen aber auch zahlreiche Beiträge exklusiv online. Und beinahe jeder lohnt das Lesen. Wie zum Beispiel der, der gerade eben meine Gehirnzellen in Bewegung gebracht hat: "Warum wir alle Autoren geworden sind"

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