5.12.08

Quillp

Gestern wurde ich auf ein neues, noch im Beta-Stadium befindliches Buchportal aufmerksam: Quillp. Diese Buchleser-Community wendet sich an Leser UND Autoren. Der Leser-Teil ist jetzt schon recht gelungen. Wenn man sich angemeldet hat, muss man eine Reihe von Büchern (meist moderne Klassiker und aktuelle Bestsellerliste, die "Feuchtgebiete" waren - natürlich - auch dabei) bewerten und bekommt dann, nach erfolgreichem Abschluss der Aktion, eine Liste von anderen Quillp-Mitgliedern mit ähnlichem Buchgeschmack präsentiert. Mit denen kann man dann das übliche Social-Network-Gedöns machen, also Gruppen gründen und denen beitreten, Messages austauschen, in Foren hineinposten. Außerdem kann man ein "Online-Verzeichnis" seiner Bücher erstellen. "So hast Du stets einen Überblick darüber, was Du schon gelesen hast, noch lesen willst und was Deine Freunde lesen.", meinen die Quillper. Nuja. Ich verschlinge seit ca. 46 Jahren Bücher. Da sind ein paar laufende Meter zusammengekommen, da würde ich wohl doch ein ganzes Weilchen brauchen, um die dort einzutragen. Ich glaub, das lass ich lieber.
Ansonsten gibt es noch eine "Magazin" betitelte Newsecke, wo noch relativ wenig zu lesen ist. Jedoch hat gestern Don Dahlmann angekündigt, mit diesem Magazin einige interessante Dinge vorzuhaben. Vielleicht wächst da ja wirklich etwas interessantes heran.
Etwas sauer stoßen mir jedoch einige Aspekte der "Autorenecke" von Quillp auf. Die Quillper wollen AutorInnen ermutigen, Ihre Texte dort hochzuladen und von den anderen Usern bewerten zu lassen. Ist ja im Prinzip 'ne feine Sache, bloß dass Quillp des öfteren insinuiert, dass man auf diese Weise Verlage auf sich aufmerksam machen kann... Sorry, mir ist kein einziger Agent oder Lektor bekannt, der Social Networks nach Talenten durchstöbert. Quillp hat ein paar gute Ideen und ein ganz schickes Interface. Auf derartigen Bauernfänger-Quatsch sollte man verzichten.

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