18.11.08

Tag 18

Heute war ein guter Tag. Ich hatte etwas Zeit, es lief gut und ich habe das Pensum von zwei Tagen geschafft. Das ist auch nötig, falls es morgen nicht läuft. Ich hab tagsüber viel zu tun, und abends bin ich... anderweitig beschäftigt. :) Mal sehen, wieviel ich morgen in der Nano-Frühschicht schaffe, es ist auf alle Fälle ein gutes Gefühl, morgen ohne Druck arbeiten zu können.
Bisher habe ich mich ehern an den Grundsatz "Show, don't tell" gehalten und Pachowiak, meinen Protagonisten, nur über seine Handlungen definiert. In den Texten, die ich heute geschrieben habe, die im fertigen Roman knapp hinter Halbzeit zu lesen sein werden, habe ich angefangen, ein paar Rückblenden in Pachowiaks Vergangenheit einzubauen. Ich glaube, an dieser Stelle, unmittelbar hinter der tiefsten Höhle passt das ganz gut, die Figur gewinnt an Tiefe und es retardiert nicht allzu sehr. Nuja, überarbeiten kann ich immer noch.
Morgen muss ich konkrete Entsccheidungen treffen, wie mein Plot weitergehen soll. Durch die Improvisationen, die ich mir in den letzten Tagen gestattet habe, funktioniert mein ursprünglicher Weg aufs Ende zu nicht mehr. Und jetzt kann ich nicht mehr fröhlich in die Gegend hinein improvisieren, ich muss das Ende anvisieren und bewusst darauf zu schreiben. Ich weiß ja, wie's ausgeht, aber wie komm ich da hin? Sieht wie ein lösbares Problem aus, aber eine richtig gute Idee habe ich noch nicht.
Erstaunlich ist, wieviel Spaß die Sache mittlerweile macht. Würde ich an einem professionellen Projekt schreiben, wäre ich sicherlich längst von Panik-Attacken geschüttelt, angesichts meiner relativen Ratlosigkeit, wie es weitergehen könnte. Hier bin ich amüsiert und neugierig, wie es weitergehen könnte. Ich hoffe, es gelingt mir, diese Haltung nach dem 30. November beizubehalten, wenn ich andere Projekte angehen werde.

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