6.10.08

Der Fänger im Beton

Ich hatte ja schon angekündigt, hier das Arbeitsjournal zu führen, dass zu dem Roman gehört, den ich beim National Novel Writing Month schreiben werde. Heute geht's los, gestern abend habe ich mich für einen Plot entschieden.
In der Schlußauswahl waren zwei Storys, zum einen eine klassische hard-boiled Privatdetektiv-Geschichte, zum anderen ein Slapstick-Action-Thriller im Carl-Hiaasen-Genre. Ich hätte viel lieber die Hiaasen-Geschichte geschrieben, habe mich dann doch aus rein pragmatischen Gründen für den Privatdetektiv entschieden. Für den Thriller hätte ich noch ziemlich viel recherchieren müssen, da hätte ein gut Teil im Innenministerium gespielt, und von den dort herumirrenden Menschen und ihren Ritualen weiß ich nichts. Die Detektiv-Geschichte spielt zu großen Teilen in Milieus die ich kenne, so dass ich nur punktuell nachrecherchieren muss. Außerdem habe ich im Krimi-Genre schon einiges gemacht, der Action-Thriller wäre echtes Neuland gewesen, und das wollte ich ungern betreten, wenn ich unter Zeitdruck schreiben muss.
Mit dem hard-boiled-Genre hingegen bin ich bestens vertraut. Meinen Chandler und meinen Parker (um nur die am weitesten oben sitzenden Götter zu nennen) kenne ich beinahe auswendig, ich hab schon ein paar Drehbücher für eine Private-Eye-Story geschrieben, kurz, die Geschichte, die ich vorhabe zu schreiben, ist sicherlich weniger originell, dafür dürfte sie mir passen wie ein alter Schuh. Gute Vorraussetzungen, um das angepeilte Ziel von 50.000 Wörtern in einem Monat zu schaffen.
Okay, der langen Rede kurzer Sinn: Der Arbeitstitel des geplanten Romans ist "Der Fänger im Beton".
Das zentrale Thema des Romans ist die Grenze zwischen Zivilisation und Barbarei. Ab wann heiligt der Zweck nicht mehr alle Mittel? Und falls das etwas zu allgemein ist (letztlich handelt jeder Kriminalroman von der Grenze zwischen Zivilisation und Barbarei): Verantwortung. Für sich und andere.
Die zum Roman gehörende Logline: Ein hartnäckiger, gewaltbereiter Privatdetektiv findet ein vermisstes junges Mädchen gegen dessen Willen.
Meine ToDo-Liste bis zum Schreibstart am 1. 11.:

  • Ausarbeitung der wichtigsten Charaktere
  • Durchstrukturieren der Handlung
  • Handlungsorte anschauen
  • Kapitelübersicht schreiben
  • Notizen machen, Notizen machen, Notizen machen: Redewendungen, Pointen, Beschreibungen
Über Fortschritte berichte ich alle paar Tage, spätestens ab 1.11. dann täglich.

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