29.1.08

Eine Idee - viele Geschichten

Die besten Ideen für Geschichten, Romane, Drehbücher finde ich meist in der Zeitung. Meine Fantasie kann mit den bizarren Wendungen, die die Wirklichkeit sich einfallen lässt, leider nicht mithalten. Im Tagesspiegel steht heute folgende Geschichte, die mir nie und nimmer eingefallen wäre:
Ein 49-jähriger Schotte, der seine Wohnung nach dreißig Jahren erstmals verlassen hatte, ist tot aufgefunden worden. Duncan Gibb war als 18-Jähriger überfallen worden und litt seitdem unter heftiger Angst vor öffentlichen Orten (Platzangst oder Agoraphobie). Die Polizei schließt nach Angaben des Londoner „Daily Telegraph“ Fremdverschulden an Gibbs Tod aus. Seine Mutter hatte sie alarmiert, nachdem ihr Sohn die Wohnung wortlos verlassen hatte und nicht zurückkehrte. Wodurch er starb, ist noch unbekannt.
Ist das nicht fantastisch? Und es ist ja nicht nur eine Geschichte, die in diesen paar Sätzen steckt, es sind mehrere. Denn dieser Stoff lässt sich auf vielerlei Art erzählen: von der schwarzen Groteske über den klassischen Krimi bis zum Psycho-Thriller oder zur anspruchsvollen Sinnsuche... hier steckt alles drin. Für ein Genre entscheiden, Protagonisten und Antagonisten bauen und sich mit "Was wäre, wenn..."-Fragen zum Kern der Story vortasten... Wenn ich zur Zeit die Zeit hätte, ich würde sofort loslegen.

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