17.11.07

Die Frage aller Fragen

Die Frage aller Fragen, mit der ein schreibender Mensch sich jederzeit mit Ideen für neue Geschichten versorgen kann, lautet: "Was wäre, wenn..."
Mehr als diese drei Worte benötigt die Phantasie des Menschen nicht, um genug Schwung für stunden-, tage-, ja monatelange Höhenflüge zu nehmen. Ein kleines Beispiel mag illustrieren, wie mächtig diese drei Wörter sein können. Vor ein paar Wochen geisterte die Geschichte einer Russin durch die Blätter, die behauptete, um einen Lottogewinn betrogen worden zu sein: Die Quittung ihres Tippscheins sei manipuliert worden. Nach zahlreichen Beschwerden an verschiedenen Orten verklagte sie die Klassenlotterie, die ihrerseits die Lottospielerin und ihren Mann wegen Betrugs verklagte. Der Mann starb wenig später, die Russin behauptete, dass der Schock, den er anläßlich einer Hausdurchsuchung erlitten habe, daran schuld sei.
Das ganze liest sich wie ein relativ dilletantischer Versuch, sich einen Lottogewinn zu erschleichen. Mit einer einzigen "Was wäre, wenn ..."-Frage kann man aus dieser kleinen Posse einen Thriller-Stoff machen, der meiner Ansicht nach durchaus Verkaufspotential (als Roman oder Drehbuch) hätte:
"Was wäre, wenn die Frau in allen Punkten die Wahrheit sagt?"
Der Rest ist Handwerk.

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