8.4.07

Zielgruppe

Viele Autoren schrecken zurück, wenn man sie nach der Zielgruppe ihres aktuellen Manuskripts fragt.“Zielgruppe? Um Himmelswillen! Ich will mich doch nicht einengen!“ Ich glaube nicht, dass ein Autor sich einschränkt, wenn er beginnt, für eine konkrete Zielgruppe zu schreiben. Ein kleines Beispiel: Was ist, wenn ein Verleger einen Autor fragt: „Hätten Sie nicht Lust, einen Hardcore-Techno-Thriller zu schreiben? Klassischen Kalten-Kriegs-Stoff mit ausführlicher Beschreibung der Hardware, explizit für ein politisch konservatives Publikum, dass keinerlei Wert auf eine Nebenhandlung mit romantischen Verwicklungen legt?“

Wenn der Autor jetzt „So stark möchte ich mich nicht einengen!“ antwortet, hat er verloren. Denn das ist ziemlich genau die Zielgruppe, die Thriller-Heavyweights wie Tom Clancy oder Patrick Robinson seit Jahrzehnten bedient haben bzw. bedienen.

Die Konzentration auf eine bestimmte Zielgruppe wird letztlich das Spektrum eines Autors eher erweitern denn einschränken.

1.4.07

Biller im Spiegel

Wer ein wunderschönes Plädoyer für die Kurzgeschichte lesen möchte, wird in der neuen Ausgabe des Spiegel fündig. Der Text stammt von Maxim Biller, einem ausgewiesenen Experten für die "Kurzstrecke", und er ist nicht nur sehr gut sondern vor allen Dingen mit Leidenschaft geschrieben. Bisher ist der Text online nicht erschienen, daher hilft vorerst kein Klicken sondern nur der Weg zum Kiosk.